Faschismus kämpferisch entgegenwirken

Heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei | Bild: Youtoube Video-Scan

Sie reden uns ein, sie würden die bürgerlichen Rechte retten wollen. Aber ihr Wesen ist und bleibt faschistisch. Teils verkleidet, teils offen.

Wir kennen zwei Arten von kapitalistischer Gewalt. Die eine, die aus der bürgerlich-parlamentarischen Demokratie entspringt und letztlich Betrug ist und die andere, offenen terroristische, im Faschismus. Aber Achtung, so wie sich Thüringens AfD-Vorsitzender und Fraktionschef der AfD im Thüringer Landtag, Björn Höcke, als Gegner eines kalten Kapitalismus verkauft, fühlen sich jetzt die bürgerlichen „Politiker“ berufen, mit ähnlichem Ziel als Antifaschisten aufzutreten. Natürlich unter Hinweis, „alles sei gemäßigt und gesetzeskonform!“. Gegenseitig wird sich Antifaschismus bestätigt. Selbst Seehofer hat sich im Innenausschuss des Dt. Bundestages schon als Antifaschisten bezeichnet“ twitterte der Grüne Innenpolitiker Konstantin von Notz am 01. Juni 2020. Junge-Union-Chef Tilman Kuban twitterte „Als Demokrat bin ich Antifaschist, weil Faschismus und Demokratie sich ausschließen“ und er twittert weiter, „und Demokraten distanzieren sich auch von der Antifa, weil diese unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung bekämpft!“. Da darf dann der Vizechef der Jungen Liberalen (Jugendorganisation der FDP) Phil Hackemann, nicht fehlen, der verkündete frech, „Antifaschisten sind wir alle, Antifa nicht“ ! Auslöser der ganzen Diskussion war der Antifa-Tweet von SPD-Chefin Saskia Esken. Sie hatte auf den Vorwurf von Trump reagiert, der die ANTIFA für den berechtigten, gewaltsamen Protest gegen Polizeigewalt in den USA verantwortlich machte. Schuld, wie immer, war nicht die gewalttätige Polizei, sondern nach seinen Ausführungen, die ANTIFA. Das muss ihm wohl eingefallen sein, als er sich verängstigt in den Schutzbunker des Weißen Hauses zurück gezogen hatte. Wenn der Dieb schreit: „Haltet den Dieb!“ sollten wir hellhörig werden.

 

Faschistischer Einsatz gegen Demonstranten | Bild: Youtube Video-Scan

Die Faust geballt, gegen Faschismus hilft nur revolutionäre Gewalt !

Eine Parole, die wir Kommunisten immer vertreten haben. Daher wissen wir, dass der Faschismus nicht alleine von einer Partei oder Organisation ausgeht, sondern vom Staat selber. Faschismus und die faschistische Bewegung hat Klassencharakter. Der Betrug, in Verbindung mit der bürgerlich-parlamentarischen Demokratie, wird von Organisationen wie „Widerstand2020“ und „Reichsbürger“ betrieben. Sie geben sich als die wahren Demokraten aus und als Vorkämpfer gegen staatliche Maßnahmen. Denn nichts ist für die Bourgeoisie schlimmer, als wenn die Massen zu revolutionärer Gewalt greifen. So wird dem Protest, gegen die Einschränkung bürgerlicher Rechte, die Widerstandskraft genommen. „Widerstand2020“ hat mit Widerstand nichts zu tun. Noch schlimmer ist allerdings, auch wenn ich diese Gefahr nicht sehe, wenn wir mit den Faschisten, weil sich einige Forderungen ja ähneln, Bündnisse schmieden. Dennoch unterstellt gerade die Lügenpresse dies, indem sie faschistisch orientierten Personen mit Kommunisten gleichstellen. Das Gegenteil ist der Fall. Im Kampf gegen Faschismus ist der eigenständige, revolutionäre Kampf der Kommunisten gefragt. Eine sogenannte Einheitsfront gegen Faschismus, wie sie Dimitroff propagierte, entsprang einem revisionistischen Gedankengut welche später die Chruschtschow-Clique ebenso vertreten hatte. Dimitroff leugnete den Klassencharakter des Faschismus. Auch die Annahme, dass Faschismus nur von einem bestimmten Teil der Bourgeoisie ausgeht, z.B. der „Finanzwirtschaft“ oder dem „tiefen Staat“, ist eine schlimme Sackgasse.

 

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Über Heinrich Schreiber 35 Artikel
Als inzwischen „Best Ager" ist die berufliche Vita schon etwas umfangreicher. Gelernter Photokaufmann, tätig als Werkzeug- und Kopierschleifer im Einzelakkord, aber auch viele Jahre als selbständig tätiger  Wirtschaftsberater waren Heinrich's beruflichen Herausforderungen. Bereits im Alter von 13 Jahren ist Heinrich mit Polizeigewalt bei einer Demonstration in der Kieler Innenstadt in Berührung gekommen. Das hat ihn sehr früh politisiert und seine Aktivitäten in der Gewerkschaftsjugend, der Roten Garde Kiel/ML und später KPD/ML waren logische Konsequenz. Heute begleitet er als leidenschaftlicher Hamburger das politische Geschehen und kommentiert aus marxistisch-leninistischer Sicht.