Wochenrückblick 22. KW 2020

Wochenrückblick vom 06. bis 12. Juli 2020

 

Lasst mich einige Vorgänge kommentieren, die mir in der
22. Kalenderwoche
aufgefallen sind.

(Kommentare bitte unten eintragen) 

 

30. Mai | Konjunkturpaket für die Wirtschaft

Abwrackprämie bei Kauf eines neuen PKW’s | Foto: YouTube Video-Scan

Geschenke für die Wirtschaft und Kaufprämien für Autos, damit die arbeitende Bevölkerung die Wirtschaft ankurbelt. Und hier kommt eine Abwrackprämie 2.0 ins Gespräch. Die Autokonzerne fordern dies, die Bundesländer, in denen die Autobauer ihren Sitz haben, ebenso. Das sind Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen. Der DGB schließt sich dieser Forderung an. Im Finanzministerium ist das allerdings noch kein offizielles Thema. Aber warten wir mal ab. Auf schlechte Quartalszahlen reagieren die Großaktionäre empfindlich und der bürgerliche Staat (hier: Finanz- und Wirtschaftsministerium) fühlen sich genötigt, den Wirtschaftsbossen mit großzügigen Konjunkturpaketen zu helfen. Eine weitere Argumentation für Olaf Scholz, Steuererhöhungen zu verkünden. Vergessen wir nicht, irgendjemand muss das bezahlen.

 

27. Mai | Die Krankenhäuser führten 908.000 OP‘s nicht aus

Krebspatienten mussten warten | Foto: YouTube Video-Scan

Eine Zahl, die wir in den Veröffentlichungen und Tageszeitungen nicht finden. Wir erhielten die Angaben von Kollegen und Genossen aus den Krankenhausverwaltungen. Seit Januar d.J. halten die Krankenhäuser Betten frei, für den zu erwartenden Ansturm von COVID-19-Infizierten. Der Ansturm blieb allerdings aus. Bundesweit! Pflegekräfte wurden daraufhin in Kurzarbeit geschickt. Es handelt sich bei den Angaben nicht um Operationen die die Chirurgen hätten machen können, sondern um OP‘s, die notwendig gewesen waren und nicht gemacht wurden. Ein Team von Wissenschaftlern des National Institute for Health Research (NIHR) der Universität Birmingham errechneten sogar einen weltweiten Rückstau von 28,4 Millionen Operationen. Welche Auswirkungen diese Maßnahme bei den Patienten hatte, ist statistisch nicht registriert worden.

 

28. Mai | Stefan Engel fühlt sich durch die Bezeichnung „Gefährder“ beleidigt

Stefan Engel beim Landtagswahlkampf 2019 in Thüringen | Foto: Rote Fahne

An dem Genossen, Stefan Engel, scheiden sich die Geister. Er hat, gegen eine, aus seiner Sicht diffamierende Einstufung als „Gefährder“ Klage vor dem Verwaltungsgericht Meiningen erhoben, mit dem Ziel der Feststellung, dass seine Bezeichnung als „Gefährder“ rechtswidrig gewesen ist. Was war geschehen? In einer vorgelegten Akte der Polizei Thüringen hat es gerade einmal wenige Tage gebraucht, um Stefan Engel zum „Gefährder“ zu erklären. Offensichtlich ein „Gefährder“ des bürgerlichen Staates, einem Organ der Bourgeoisie. Wir dachten, dass die MLPD und auch Stefan Engel als ehemaliger Parteivorsitzender, sich als Totengräber des derzeitigen Systems und als Geburtshelfer einer neuen, proletarischen Gesellschaftsordnung versteht. Um dies zu erreichen, müssen Kommunisten ihre Arbeit so legal wie möglich organisieren, aber auch so illegal wie nötig, wenn es notwendig ist. Will sich jetzt wirklich der Genosse Engel, bzw. die MLPD vor Gericht erkämpfen, dass sie nicht gefährlich sind? Wer zahm und lammfromm ist, wird den Kapitalismus nicht stürzen können.

 

Jedes WoEnde | Fußballfieber

Dynamo in der Südtribüne im Volkspark | Foto: POP TOWN – ULTRASHSV

Wen es denn interessiert: Der HSV ließ beim VfL in Stuttgart drei Punkte. Gegen den SV Wehen aus Wiesbaden konnten die Hanseaten immerhin drei Punkte buchen. Aber, am 06. Juni kommen die Störche (Holstein Kiel) nach Hamburg. Nicht böse sein, aber wir drücken den Störchen die Daumen. Ob allerdings, die Redaktion am 16. Juni DY-NA-MO rufen wird, oder den Ex-Dino anfeuert, wissen wir noch nicht. Wir wissen aber, erst kommt die Freundschaft und dann der Wettkampf – denn wir sind Kommunisten, die gerne Fußball sehen.

Über Heinrich Schreiber 35 Artikel
Als inzwischen „Best Ager" ist die berufliche Vita schon etwas umfangreicher. Gelernter Photokaufmann, tätig als Werkzeug- und Kopierschleifer im Einzelakkord, aber auch viele Jahre als selbständig tätiger  Wirtschaftsberater waren Heinrich's beruflichen Herausforderungen. Bereits im Alter von 13 Jahren ist Heinrich mit Polizeigewalt bei einer Demonstration in der Kieler Innenstadt in Berührung gekommen. Das hat ihn sehr früh politisiert und seine Aktivitäten in der Gewerkschaftsjugend, der Roten Garde Kiel/ML und später KPD/ML waren logische Konsequenz. Heute begleitet er als leidenschaftlicher Hamburger das politische Geschehen und kommentiert aus marxistisch-leninistischer Sicht.

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