Vor 8o Jahren: Das Massaker von Katyn ein Verbrechen der deutschen Faschisten – Die Lügen sind entlarvt!

Redaktion ROTER MORGEN – 20. Mai 2020

Am 18. Juni 2012 fasste der Europäische Gerichtshof den sensationellen Beschluss, dass die bei Gorbatschow und Jelzin vorgelegten angeblichen „Dokumente“, die erklären, dass an der Erschießung Zehntausender polnischer Offiziere bei Katyn Stalin und die sowjetische Seite schuld sei, nichts anderes als eine Fälschung ist.

Der Beschluss war sensationell. Bekanntlich hat die Führung Russlands dieses Verbrechen, dass 40 Jahre zuvor von anderen begangen wurde, in den letzten 20 Jahren unentwegt bereut. Und nun stellt sich heraus, dass die „Dokumente“ über die Katyner Erschießung, die Ende der achtziger Jahre das Mitglied des Politbüros des ZK der KPdSU Alexanders Jakowlew aus dem Ärmel gezogen hatte, nichts weiter als eine Fälschung sind.

„In der Nähe von Smolensk sind polnische Massengräber gefunden worden. Die Bolschewisten haben hier etwa 10.000 polnische Gefangene, unter ihnen auch Zivilgefangene, Bischöfe, Intellektuelle, Künstler usw., einfach niedergeknallt und in Massengräbern verscharrt“, schrieb der faschistische deutsche Propagandaminister Goebbels am 9. Mai 1943 in sein Tagebuch. Und immer wieder wird diese Lüge von dessen Anhängern wiederholt. Doch die Wahrheit ist eine andere….

Nachfolgender Text ist ein Auszug aus dem Buch:

Die Wahrheit über Stalin<<=== Downloadlink

 

Das Massaker von Katyn ein Verbrechen der deutschen Faschisten

„(…) Immer, wenn es darum geht, Beweise für „Stalinsche Morde“, für „Stalinsche Verbrechen“ zuliefern, taucht – früher oder später – der Begriff „Massaker von Katyn“ auf. Dort, in Katyn, so lernt man es auch an jeder bundesdeutschen Schule, haben die Bolschewisten rund 10.000 polnische Offiziere ermordet. Was Auschwitz für Hitler, das ist Katyn für Stalin, so ungefähr lautet die Behauptung. In den Wäldern von Katyn, das ist eine Tatsache, gab es tatsächlich ein Massengrab mit abertausenden Leichen polnischer Offiziere. Polnischer Offiziere, die anlässlich des Einrückens der Roten Armee in die Gebiete der Westukraine und des westlichen Weißrusslands gefangen genommen worden waren, und – im Gegensatz zu den einfachen polnischen Soldaten – nicht sofort wieder freigelassen worden waren. Als Gefangene der Roten Armee kamen sie, wie auch die sowjetische Zivilbevölkerung jenes Gebiets, beim Überfall Nazi-Deutschlands auf die UdSSR im Sommer 1941 in die Gewalt der Faschisten.

Wiener Courier – herausgegeben von den amerikanischen Streitkräften für die Wiener Bevölkerung (Juli 1946). Archiv Roter Morgen

Fast zwei Jahre später, Mitte April 1943, verbreitete das Berliner Ministerium für„ Volksaufklärung und Propaganda“, die berüchtigte Goebbelsche Giftküche, die Meldung, deutsche Truppen hätten in den Wäldern von Katyn, in der Nähe der Stadt Smolensk mehrere Massengräber mit den Leichen polnischer Offiziere gefunden, die im März 1940, also drei Jahre zuvor, von den Russen erschossen worden seien. Die Ziele, die Goebbels mit dieser Falschmeldung verfolgte, waren klar Erstens ging es den Nazis darum, von einem eigenen grausamen Verbrechen abzulenken und diese Untat der Sowjetunion in die Schuhe zu schieben. Denn die Lage der Nazis hatte sich nach der vernichtenden Niederlage von Stalingrad so stark verschlechtert, dass sie befürchten mussten, bald die Flucht ergreifen zu müssen und so auch den Raum von Katyn bei Smolenskauf zugeben, wo sie dieses Verbrechen begangen hatten. Zweitens ging es den Nazis darum, in dieser Situation wachsender Bedrängnis die Beziehungen zwischen der UdSSR und der polnischen Exilregierung in London durch diese Meldung zu verschlechtern. Dabei hatten sie sogar einen gewissen Erfolg, denn die Exilregierung der polnischen Obristen nahm diese Meldung begierig auf und verbreitete sie sofort weiter, was schließlich dazu führte, dass die Regierung der UdSSR die Beziehungen zu der polnischen Exilregierung abbrach. Die sowjetische Presse hatte diese Falschmeldungen von Goebbels sofort widerlegt: „Die Goebbelsche Lügenpropaganda hat – in den letzten zwei oder drei Tagen empörende und verleumderische Behauptungen über angebliche Massenerschießungen durch sowjetische Organe im Raum Smolensk im Frühjahr 1940 verbreitet. Die deutsche Erklärung lässt keinen Zweifel über das tragische Schicksal der früheren polnischen Kriegsgefangenen, die 1941 in den Räumen westlich Smolensk bei Bauarbeiten beschäftigt waren und zusammen mit vielen Sowjetbürgern, Bewohnern der Provinz Smolensk, den deutschen Henkern nach dem Rückzug der sowjetischen Truppen aus Smolensk in die Hände fielen ( … ) Doch das ist nicht der erste Fall dieser Art: Schon 1941 inszenierten sie in Lwow das Theater mit den ,Opferndes bolschewistischen Terrors’. Hunderte von Zeugen entlarvten dann die deutschen Lügen. In dem Bewusstsein, dass die ganze fortschrittliche Menschheit ihre Massaker an friedlichen Bürgern und besonders an Juden verurteilt, suchen jetzt die Deutschen, den Hass der Leichtgläubigen gegen die Juden zu schüren: aus diesem Grund erfanden sie eine ganze Kollektion geheimnisvoller jüdischer Kommissare, die, wie sie behaupten, an der Ermordung der 10.000 polnischen Offiziere teilgenommen hätten. Für so ausgekochte Fälscher war es nicht schwierig, die Namen von Leuten zu erfinden, die niemals existierten – Lew Rybak, Avraam Borisowitsch, Paul Brodninskiy, Chaim Finberg. Diese Personen existierten weder in der, Sektion Smolensk der OGPU’ noch in irgendeiner anderen Abteilung des NKWD“ (30).

Fälschungen einst und jetzt

Außerhalb Deutschlands zweifelte damals, außer der polnischen Exilregierung, niemand daran, dass die sowjetische Gegendarstellung richtig war. In einem Brief an J.W. Stalin schrieb der britische Premier Winston Churchill über Goebbels Vorschlag, unter dem Schutz der Wehrmacht eine Untersuchungskommission des Roten Kreuzes zuzulassen: Eine solche Untersuchung wäre ein Betrug, und ihre Ergebnisse würden durch Terror zustande kommen. Herr Eden wird heute mit Sikorski (dem Chef der polnischen Exilregierung – d. Verfs.) zusammentreffen und ihn so energisch wie nur möglich drängen, jeder Untersuchung unter dem Schutze der Nazis die Unterstützung zu entziehen“ (31).Für die Antifaschisten war es sowieso kein Zweifel, dass die wahren Täter nur die Nazis sein konnten, die unzählige gleichartige Verbrechen begangen hatten. Aber im Jahre 1951 gruben, im Rahmen des kalten Krieges, amerikanische Politiker dieses Machwerk aus der Giftküche Goebbels wieder aus. Im amerikanischen Repräsentantenhaus wurde ein eigener Untersuchungsausschuss „über Katyn“ gebildet. Neben dem berüchtigten Kommunistenjäger Senator McCarthy gehörten ihm auch alle Vertreter des extremen Antikommunismus der USA an. Sie entfachten diese Neuauflage der Goebbelspropaganda wider besseres Wissen, denn inzwischen war schon seit Jahren die ganze Wahrheit über das Massaker von Katyn bekannt geworden.

Als die Truppen der Roten Armee Ende August 1943, vier Monate nach Goebbels Kampagne, Smolensk wieder von den Nazi-Truppen befreiten, organisierten die Sowjetbehörden sofort einen Untersuchungsausschuss. Das war die „Sonderkommission zur Feststellung und Untersuchung des Tatbestandes der Erschießung kriegsgefangener polnischer Offiziere im Wald von Katyn“ (im Folgenden als „Sonderkommission“ bezeichnet.). Ihr gehörten an: als Vorsitzender der Chefchirurg der Roten Armee, Burdienko; als Mitglieder: der Schriftsteller Alexej Tolstoj, der Metropolit von Moskau, Nikolaj, der Vorsitzende des Allslawischen Komitees, Gundorow, der Vorsitzende des Exekutivkomitees des Verbandes der Organisationen des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds, Kolessnikow, der Volkskommissar für Bildungswesen der RSFSR Potjemkin, führende sowjetische Gerichtsmediziner und eine große Zahl weiterer Sachverständiger. Es ist eine bezeichnende Tatsache, dass die Existenz dieser Sonderkommission von der bürgerlichen Propaganda in den fünfziger Jahren vollkommen verschwiegen wird. Deshalb wurde nach der Gründung des sogenannten Untersuchungsausschusses des amerikanischen Repräsentantenhauses im Jahre 1952 der Untersuchungsbericht dieser „Sonderkommission“ in verschiedenen Sprachen neu veröffentlicht. In deutscher Sprache in der Zeitschrift ́Neue Zeit` in ihrer Nummer 10 vom 5. März 1952. (…)“
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Bitte lest dazu auch:

Über die Wahrheit, Fälschungen, Lügen und der bürgerlichen Geschichtsklitterung an Hand der „Katyner Sache“

Nach einmal: Katyn – Wahrheit und Mythos

Katyn – eine antisowjetische Fälschung

Wahrheit und Lüge über Katyn

Waren die Dokumente über Katyn gefälscht?

Mario Sousa: Lügen über Katyn

Europäischer Gerichtshof: Lügen über Katyn entlarvt!

Wahrheit und Lüge über Katyn

KATYN – Note der Sowjetregierung an die Regierungen der USA (1951)

Unser Dank gilt Sascha Iwanow,
der die obige Zusammenstellung erarbeitet und kommentiert hat.

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