31 Milliarden geben die Deutschen 2012 für Onlineshopping aus

Waren es vor ein paar Jahren ausschließlich einige verrücke und männliche Technikfreeks die online bestellten, so ist heute die Zielgruppe weiblich und der Onlinehandel der größte Marktplatz der Welt.

OnlineshoppingDas „böse Z-Wort“, das für den Onlineanbieter Zalando steht, macht inzwischen beim klassischen Handel die Runde. Die Gebrüder Oliver, Marc und Alexander Samwer stehen heute für die aggressivsten und erfolgreichsten Onlinegründer weltweit. Viele Firmen, die im klassischen Geschäft in die roten Zahlen gerutscht sind versuchen nunmehr über die Vermarktung in Onlineshops wieder Boden gut zu machen. Inzwischen ist Hamburg die in Deutschland größte Metropole von Onlinehändlern. Immerhin mehr als 1000 Onlinehändler sind in der Hansestadt an der Elbe angesiedelt. Mehr, als in jeder anderen deutschen Großstadt. Umsatzmäßig im europäischen Vergleich immerhin auf Platz 4 , hinter Luxemburg – dem Sitz von Amazon -, London und Paris.

Beachtliche 370 Euro lässt statistisch jeder Deutsche jährlich im Netz und gibt das Geld für Bekleidung, Musik, Computer, Haushaltsgeräte und Möbel aus. Auch spürt inzwischen nahezu jede Buchandelskette den Einbruch und hat den Trend zum eBook und der Onlinebestellung verpasst. Inzwischen können sich dem Trend selbst konservative Familienunternehmen, wie Peek & Cloppenburg nicht mehr verschließen. Ob der richtige Zeitpunkt allerdings nicht schon verschlafen wurde, bleibt abzuwarten. „Im Netz herrscht Krieg“, so die Meinung vieler erfolgreicher Protagonisten. So geht es dem Onlinehändler Zalando nicht um Gewinn, der ist bis heute immer noch mäßig, sondern um Marktanteile und Verdrängung. Der Trend allerdings wird nicht mehr umkehrbar sein. Hohe Mieten von 300 Euro je Quadratmeter hinterlassen ihre Spuren in der Preiskalkulation. Die ist zukünftig der Verbraucher nicht mehr bereit, mit seinem klassischen Einkauf, zu finanzieren.

Wo Licht ist – ist auch Schatten

Das Dilemma liegt in den Arbeitsplätzen, die im klassischen Handel verloren gehen und im Internet nicht in gleicher Qualität und Quantität neu entstehen. Onlineshopping kosten halt Jobs, denn irgendwo muss ja der Preisvorteil herkommen. Auch machen Negativmeldungen über miese Arbeitsbedingungen und Entlohnungen der Internetbranche ihre Runde. Dubiose Angebote zur Existenzgründung im Onlinebereich kommen hinzu. Mit einem eBookshop monatlich 30.000 Umsatz zu erzielen bleiben i.d.R. Wunschdenken. Qualität lässt sich nicht alleine durch Marketing ersetzen.

Der soziale Aspekt wird durch Netzwerke aufgewertet

FeedbackKritiker meinen „Was wird aus uns, wenn wir jeder nur noch auf der Couch einkaufen?“ Trendforscher widersprechen dieser Ansicht. Kunden tauschen sich mittels Bewertungen auf den Seiten der Onlinehändler und den Seiten der sozialen Netzwerke viel intensiver über die gekauften Waren aus, als früher. Es werden Fotos ausgetauscht und häufig im Netz, selbst unbekannte Personen, um Meinungen gefragt. Einzig und alleine, so jedenfalls meine Ehefrau, macht das Anprobieren im Geschäft mehr Spaß, als vor dem Computer zu sitzen….. insbesondere im SchuhgeschäftSchuhe anprobieren

Ihr
Heinrich Schreiber

 _________________________

VN:F [1.9.22_1171]
War der obige Artikel hilfreich ?
Rating: 4.9/5 (25 votes cast)
31 Milliarden geben die Deutschen 2012 für Onlineshopping aus, 4.9 out of 5 based on 25 ratings

6 Gedanken zu “31 Milliarden geben die Deutschen 2012 für Onlineshopping aus

  1. VA:F [1.9.22_1171]
    Kommentarbewertung
    Rating: 5.0/5 (1 vote cast)

    weltklasse Service Herr Schreiber, ich lese immer wieder gerne Ihre Beiträge

    • VN:F [1.9.22_1171]
      Kommentarbewertung
      Rating: 5.0/5 (1 vote cast)

      Soweit würde ich nicht gehen, Katja.
      Die Erfahrungen zeigen offensichtlich, dass der Einzelhandel der sich auch online mit seinen Angeboten darstellt, auch im klassischen Ladengeschäft Umsatzsteigerungen erfährt. Eine interessante Konstellation, wie ich finde.

  2. VA:F [1.9.22_1171]
    Kommentarbewertung
    Rating: 5.0/5 (1 vote cast)

    Das ist ja wirklich eine beträchtliche Summe, und ich gehöre zu denen, die diese Summe unterstützt ;-).
    Im Netz einzukaufen ist so unendlich praktisch, eben weil es auch zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich ist. Dennoch möchte ich hi und da nicht auf einen Einkaufsbummel verzichten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.