Die Achse des Bösen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange

Wer hätte einmal gedacht, dass ein kleines südamerikanisches Land mehr Demokratie und Sinn für Menschenrechte zeigt als die vermeintlichen Säulen der Demokratie, die Vereinigten Staaten und Groß Britannien.

Seit nunmehr einigen Wochen befindet sich Wikkileaks-Gründer Julian Assange in der Londoner Botschaft des südamerikanischen Landes, Ecuador. Eine Tatsache, die Number 10 Downing Street zu wütenden Drohungen veranlasste. Zwar hat inzwischen der Britische Außenminister, William Hague, am Donnerstag die Drohung relativiert und erklärt, man hätte nicht vor die Botschaft zu stürmen, allerdings werde Assange kein freies Geleit erhalten, um sein Asyl in Ecuador zu erreichen. Nach einem Bericht der britischen BBC wird inzwischen bereits darüber diskutiert, unter anderem den exterritorialen Status der Botschaft in London aufzuheben, um ein Eindringen von Polizeikräften dennoch zu ermöglichen.

Ein klarer Bruch der der Wiener-Konvention, die den exterritorialen Status und die Unversehrtheit einer Botschaft garantiert. Damit reiht sich Großbritannien wieder einmal in die Achse des Bösen ein und mutiert zum Schurkenstaat Nr. 2, hinter den USA.

Erinnern wir uns,

…..es waren die USA und GB die öffentlich die Weltgemeinschaft angelogen haben mit dem Hinweis, es würden sich im Irak Massenvernichtungswaffen befinden. 1,4 Millionen Zivilisten hat die anglo-amerikanische Koalition auf dem Gewissen. Bush und Blair haben sogar zugegeben, ja wir haben Euch glatt ins Gesicht gelogen…. NA UND? Wer soll denn da dem jetzigen Außenminister William Hague glauben? Mit den Olympischen Spielen in London hatte immerhin die Londoner Regierung versucht, ihr Image aufzupolieren. Vergessen, dass seinerzeit die Spiele in Moskau, wegen der sowjetischen Militäraggression in Afghanistan boykottiert wurden. 

Lächerlich der Vorwurf

Der Hinweis, es gehe bei der Auslieferung um rechtstaatliche und korrekte Grundsätze ist in er Tat lächerlich. Was für ein Aufstand, wobei schon 500 Tage Hausarrest völlig übertrieben ist. Assange ist nicht einmal in Schweden angeklagt. Er wird nicht einmal einer Straftat beschuldigt sondern soll als Zeuge befragt werden.
VERGEWALTIGUNG ein konstruierter Vorwurf zweier Frauen. Achtung: in Schweden gilt bereits ein während des Geschlechtsverkehrs verrutschtes Kondom als Vergewaltigung! Julian Assange jetzt per Interpol-Haftbefehl deswegen nach Schweden holen zu wollen, nur weil man ihn angeblich befragen möchte, ist ein ganz übler Trick. Schweden zeigt sich alles andere als Neutral. Den schwedischen Behörden geht es in Wahrheit um die Auslieferung in die USA, wo Assange einen unfairen Schauprozess erhält. So wird dann auch schon jetzt von mehreren US-Politikern die Todesstrafe gefordert. Eine lebenslange Gefängnisstrafe käme da eher einer Begnadigung gleich. Die USA will mit ihm ein Exempel statuieren, keiner soll die Supermacht USA ungestraft bloßstellen.

So erklärt dann auch der ecuadorianische Präsident Correa  „Wir haben Assange deshalb Asyl gewährt, weil es keine Garantie gab, dass er nicht (von Schweden aus) an ein Drittland ausgeliefert wird.“ Er spielte damit auf eine drohende Auslieferung Assanges an die USA an und zeigt damit mehr Verständnis für Meinungsfreiheit als andere Staaten der westlichen Welt.

Ihr
Heinrich Schreiber

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Über Heinrich Schreiber

Als inzwischen „Best Ager" ist die berufliche Vita von Heinrich Schreiber schon etwas umfangreicher. Derzeit engagiert er sich als sozialkritischer Blogger, Journalist, eBook- und Indieautor und schreibt gegenwärtig an seinem ersten, dreiteiligen Psychothriller. Seine jahrelangen Erfahrungen im Finanz- und Schuldnerbereich - insbesondere bei problembelasteten Kapitalgesellschaften - stellt er einem großen Kreis von Betroffenen zur Verfügung. Als leidenschaftlicher Hamburger fühlt er sich überall auf diesem Erdball wohl und bezeichnet sich als Weltbürger.

Ein Gedanke zu “Die Achse des Bösen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange

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    Wenn man im Übrigen nach Südamerika schaut und den Linksruck beobachtet, der sich durch viele der Staaten gezogen hat, verwundert es einen nicht besonders. Der Westen wird zunehmend Faschistoid und weil über nichts anderes berichtet wird, sehen wir nicht, dass es auch anders geht.

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