CHINA – Auch für Existenzgründer ein Geheimtipp

Existenzgründer und Onlinemarketer werden auch in Zukunft nicht am Reich der Mitte vorbei kommen. China ist und bleibt ein boomender Markt

(HAMBURG/CHENGDU) Vor einiger Zeit berichteten mir 2 Studenten, sie wollen Deutschland den Rücken kehren um in China ihr Glück zu versuchen. Ihr Ziel sei es, von China aus ein Internetgeschäft aufzubauen und flippige moderne Kleidung, also Shirts, Blusen, Jeans etc. zu vertreiben. Der Absatzmarkt sei allerdings der deutschsprachig geprägte, europäische Raum. Wohlgemerkt als Onlinebusiness. Als Startkapital hätte man schon einen mittleren Betrag zurück gelegt und ohnehin, in China leben ist immer noch aufgrund des Wechselkurses angenehm günstig.

Nun gut, das haben die Beiden sich dann doch etwas zu naiv vorgestellt. Sie kannten weder Export/Import Gegebenheiten, noch war ihnen die Textilbranche bekannt. Gerne hätte man ja auch im großen Stil die Textilien an C&A etc. verkauft. Dass derartige Unternehmen in China selber fertigen lassen und auch ein Standbein in der Türkei haben, war nicht unbedingt bekannt. Letztlich haben die Mieten in Shenzhen (eine an Hongkong grenzende Metropole) ebenso westlichen Charakter. Ich halte dies Geschäft, wenn man nicht gerade seine eigenen bekannten Designerstücke fertigen lässt, inzwischen ohnehin für „ausgelutscht“.

Wer aber das Reich der Mitte als Sprungbrett nutzen möchte, der springt auf den seit einigen Jahren fahrenden Zug in Richtung China auf. Ich begleite seit 2011 einige deutsche Kaufleute bei ihrem Start in der Provinz Sichuan. In gesamt China, entsteht immerhin der gigantischste Markt der Zukunft. Dort werden Zuwachsraten geschrieben, die für unsere Verhältnisse unvorstellbar hoch sind. Man muss nicht gleich eine Wholly Foreign Owned Enterprise (WFOE auch häufig kurz WOFE genannt) gründen. So mancher ist, wie ich selber feststellen konnte, schon mit dem Angebot Englischunterricht zu erteilen angefangen und ist nunmehr Inhaber eines deutschen Restaurant’s und schenkt deutsches Bier aus (in der Provinzhauptstadt Chengdu). Ein Existenzgründer in Chongqing lässt für drei Monate seinen Freund aus Bayern (einen Metzger) in die größte Stadt der Welt einfliegen und kann jetzt nach eigenen Anweisungen Brat- und Grillwurst herstellen lassen (übrigens abgestimmt auf die chinesischen Geschmäcker) und baut gleichzeitig vor Ort ein Vertriebsnetz auf. Auch begleite ich jemanden, der im Bereich Outdoor-/Trecking seine Zukunft sieht und dies als Onlineangebot von China in China installieren will (Bedarf gigantisch, Konkurrenz derzeit derzeit gleich Null –noch– ). In China selber ist gegenwärtig das möglich, was zu Beginn des vorigen Jahrhunderts in den USA glorifiziert wurde – die Karriere vom Tellerwäscher zum Multimillionär. Es darf also gerne auch einmal in diese Richtung gedacht werden.

Ihr
Heinrich Schreiber

PS.:  Ich muss den Artikel nachträglich ergänzen, weil die Leser, die mit den chinesischen Verhältnissen nicht so vertraut sind, es nicht wissen können; Eine WFOE ist eine chinesische GmbH die in ausländischen Besitz ist und dessen vorgeschriebenes Mindest-Stammkapital sich nach dem Gesellschaftszweck richtet, also zwischen 10.000 und 500.000 $ liegen kann. Investoren ab 3 Mio Dollar steht in China allerdings so ziemlich alles offen und er hat von staatlicher Seite Unterstützung, wovon man in Deutschland nur träumen könnte.

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4 Gedanken zu “CHINA – Auch für Existenzgründer ein Geheimtipp

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    Anfang Juli durfte ich auf der „2. Magdeburg-China Business Night“ einen Vortrag vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur China und Deutschland halten.
    Die China-Business-Treffen gibt es deutschlandweit und ich kann diese Treffen für erste Kontaktaufnahmen zu Chinesen auch sehr empfehlen.

    Hier gibt es Informationen zu den Treffen:

    http://www.china-business-lunch.de

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